Auf die Liebe und das Leben

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin müde. Dezember-frühdunkel-müde – ja, das sowieso. Aber auch sonst. Ich bin dieses Jahres müde und der Spuren, die es auf meiner persönlichen Energiebilanz hinterlassen hat. Meiner Meinung nach kann es sich langsam mal vom Acker machen. Ein neues Jahr mit allerlei neuen Gelegenheiten, immer her damit.

Allerlei neue Gelegenheiten um weiterzukommen, bewusst stehen zu bleiben, um die Fahrtrichtung zu ändern oder bereits eingeschlagene Pfade barfüßig fest zu trampeln. Um dazuzulernen, dieselben Fehler nochmals zu machen, um sich verdutzt umzuschauen und immer wieder auch über sich selbst zu lachen.

Neue Gelegenheiten um Dinge zu wagen und andere zu vertagen, um noch mehr zu diskutieren und für einmal auch zuzuhören, statt immer nur der eigenen Stimme zu lauschen. Um den wirklich wichtigen Menschen zu sagen, dass man sie liebt und alle anderen verdammt noch mal einfach ihr Leben leben zu lassen.

Ich freue mich auf neue Gesichter neben den geschätzten wohlbekannten. Auf all das Lachen und Weinen, das Bangen und die Zuversicht, auf Magnolien und Sternschnuppen, fallende Blätter und Streitereien. Auf laute Musik, ungelesene Bücher und nächtelange Gespräche, auf tausend und eine mögliche Hürde ebenso wie auf flüchtige Momente des Glücks.

Ich freue mich darauf, mehr (an) zu nehmen und zu geben. Wie soll ich es anders sagen: auf die Liebe und das Leben.