Auf ein Neues

Hier ist er, der letzte Tag im Dezember. Man kann es nicht länger leugnen, es rinnt uns durch die Finger, das aktuelle Jahr. Schon wieder eins. Und was für eins!

Und auch wenn der Morgen des ersten Januars grundsätzlich dieselbe Art Anfang markiert wie jener des zweiundzwanzigsten Aprils oder des achtzehnten Oktobers – den Beginn eines neuen Tages – blicken hier und heute viele von uns mit Spannung, Hoffnung, guten und weniger guten Vorsätzen, Furcht, Erleichterung, Neugier – mit wie auch immer gearteten starken Emotionen auf das Ende des alten und den Beginn eines neuen, unverbrauchten Jahres.

Ganz egal, ob ihr euch heute Abend gemeinsam mit anderen ins neue Jahr tanzt und feiert als gäbe es kein Morgen, ob ihr es euch alleine oder zu zweit, dritt, viert, zehnt daheim gemütlich macht, ob ihr hier und jetzt glücklich seid, verzweifelt, neugierig, gelangweilt, ohne Hoffnung, verliebt, verloren, einsam, motiviert, ob ihr euch auf 2019 (echt jetzt?!) und was immer es bringen mag, freut oder euch davor fürchtet, wo auch immer ihr seid und wie auch immer es derzeit in euch ausschauen mag…

…ich wünsche euch für das neue Jahr allem voran Liebe und Geduld. Für euch selbst, für andere und für das Leben, das sich nicht immer von seiner besten Seite zeigen wird, meiner persönlichen Meinung nach jedoch das allergrösste Wunder ist und bleibt.

Ich wünsche euch den Mut, Schritt um Schritt nach vorne, links, rechts, rückwärts zu machen, ebenso wie immer mal wieder bewusst stehen zu bleiben, rein nach Gefühl die Richtung zu ändern oder bereits eingeschlagene Pfade überzeugt weiterzuverfolgen.

Ich wünsche euch die innere Freiheit und federgleich tanzende Leichtigkeit, über euch selbst und all jenes, was tagtäglich schiefgehen kann, zu lachen. Immer mal wieder. Von Herzen und aus dem Bauch heraus, ohne Wenn und Aber.

Ich wünsche euch die Kraft und beständige Motivation, an jedem neuen Morgen aufzustehen, in dieses manchmal verdammt verwirrende Leben hinauszugehen und aus selbigem etwas zu machen – irgendetwas – das euch am Ende der meisten Tage leise lächeln lässt.

Ich wünsche euch eine stabile Gesundheit, da ich weiss, wie tonnenschwer sich Tage, Wochen, Jahre ohne sie anfühlen. Und obendrein wünsche ich euch nie versiegende Hoffnung für all jene Zeiten, in denen einen die Stabilität und Kraft auch mal verlässt.

Ich wünsche euch leise flüsterndes Vertrauen in euch selbst und andere. Auf dass wir nie damit aufhören zu versuchen, uns in andere hineinzuversetzen, weitere mögliche Blickwinkel als unsere eigenen zu erspähen – und mitzufühlen. Auch wenn es manchmal weh tut. Vielleicht eben deswegen.

Ich wünsche euch den Blick für das kleine grosse Glück, das überall zwischen Zeilen, in Wimpernschlägen und kurzen Atempausen wohnt und das Vermögen, auch dann noch nach Licht zu spähen, wenn es vielleicht schon länger dunkel in und um euch herum ist.

Wo auch immer ihr seid, wie auch immer ihr euch fühlt und in ein neues Jahr voller neuer Gelegenheiten, Chancen und Anfängen hinüberfindet – ich wünsche euch, dass ihr es mit sperrangelweit offenen Herzen tut. Und allen, die sich in den Feiertrubel wagen, wünsche ich nicht zuletzt und jedes Jahr wieder aufs Neue, dass euch niemand auf die Schuhe kotzt.

Bis im nächsten Jahr – auf dass wir es zu einem guten machen! ♡

Michèle