»Emma denkt.« – so lautet der Name meines 2013 ins Leben gerufene Autoren-Pseudonyms. Unter diesem Namen veröffentliche ich seither beinahe täglich Texte auf einer eigenen Facebook-Seite. Im allerersten Eintrag heisst es:

»Emma denkt viel. Nicht wenige ihrer Mitmenschen würden dem vorangegangenen Satz bereitwillig ein ‚zu’ beifügen, denn ihrer Ansicht nach gehört Emma zu den Unverbesserlichen, die ihr Leben zerdenken statt es zu erfahren, die immerfort zaudern, statt einfach handeln. Nun ist es aber so, dass Emma ausserordentlich gerne denkt, denn wie heisst es doch so schön: Die Gedanken sind frei. Und so denkt sie sich munter von a nach b über x zu z und wieder zurück nach c, baut sich gedankliche Luftschlösser mit Türmen aus angefangenen Sätzen und übereifrig gesetzten Satzzeichen, zaubert für eine einzige Frage tausend mögliche Antworten herbei und hinterfragt jede einzelne davon munter wieder aufs Neue. Was dabei entsteht, sind Erzählstücke über alltäglich Sonderbares und das bisweilen Bemerkenswerte im Unauffälligen, kurze Berichte über spontan eingefangene Stimmungen, Ansichtssachen und den einen oder anderen mehr oder weniger ziellos umherschwirrenden Gedanken.«

»Emma denkt.«, das sind kleine Erzählstücke über das Leben, die Liebe und andere Halbwahrheiten – frei erfunden, Wort für Wort empfunden.

Im echten Leben heisse ich Michèle. Ich wurde 1980 geboren und lebe in einer Kleinstadt in der Schweiz. Nach einigen mehr oder weniger kreativen Ausflügen in diverse Bereiche entschied ich mich für ein Masterstudium in den Fachbereichen Erziehungswissenschaft (Pädagogische Psychologie, Sozialpädagogik, Sonderpädagogik) sowie Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Zürich. Seit dem Studienabschluss arbeite ich in einem IT-Unternehmen im Bereich Software-Dokumentation sowie als Texterin und Web-Verantwortliche in einer Designagentur.

In meiner Freizeit sprudeln allem voran eigene Texte, Kurzgeschichten und Gedichte über die Tastatur und auf den Bildschirm. Da legt sich fedriges Glück neben dunstige Schwermut, stellt sich der Zauber der Liebe neben Einsamkeit und innere Leere, bittet die Anmut des täglichen Lebens Angst und Zweifel zum wortreichen Tanz.

Was ich mit all dem erreichen möchte? Mit Worten einen Zugang zur unfassbaren Vielfalt an Gedanken und Gefühlen zu finden, die in so manchen unserer Köpfe und Herzen weilt. Ich glaube fest daran, dass der Versuch, sich in andere (Er)lebens- und Sichtweisen hineinzuversetzen, bewusst mit- und nachzufühlen uns einander tatsächlich näher bringen kann. Einander und damit immer wieder auch uns selbst.

Nicht umsonst sind Emotionen Herdentiere.