Gerade lange genug

Weißt du, ich liebe dein Lächeln. Es kriecht dir jeweils in Sekundenschnelle über das ganze Gesicht, hoch bis in die Augen und mir direkt ins Herz. Es ist immer ein wenig schief – mal zufrieden, mal schelmisch, manchmal traurig aber immer großartig, ohne Ausnahme wunderschön.

Es stimmt, ein Lächeln kann sprichwörtliche Berge versetzen und sie verstummen lassen, all die Sorgen, Zweifel und Befürchtungen. Zumindest für die Dauer eines Augenblicks. Hin und wieder ist ein Augenblick gerade lange genug. Egal was alles schief läuft, egal wie unzufrieden ich mit mir selbst und dem Leben bin, egal wie weh es tut, egal wie viel besser alles sein könnte.

Hier und jetzt bin ich da, mein Herz schlägt tapfer und beinahe gleichmäßig und ich spüre die Wärme deines Lächelns von eben mit jedem leisen Wummern, das es vollführt. Ja, ich glaube am Ende zählt immer nur das Herz und wofür es Tag für Tag schlägt.

Ich liebe den Klang deiner Stimme, wenn du dich für etwas begeisterst, die kleine Narbe auf deiner Nasenspitze und die Art wie du Socken faltest (und wie du dabei grinst, weil du weißt, dass ich dir zuschaue, mir aber dennoch nicht merken kann, wie deine Technik funktioniert). Ich liebe deine wortlose Geduld ebenso wie deine Sturheit, den unerschöpflichen Willen Neues zu lernen und dass du in jeder Situation etwas Gutes erkennst oder zumindest einen Sinn dahinter erahnst.

Ich liebe all das, was dich zu dir selbst macht und dich so lächeln lässt – zufrieden, schelmisch, traurig, schief und wunderschön – wie du, nur du es tust. Ja, ich liebe dein Lächeln und jeden einzelnen Augenblick, da du es mit mir teilst.