…und irgendwann sitzt du dann doch wieder da

Abends am Küchentisch, auf dem sich noch immer das schmutzige Geschirr vom letzten Wochenende stapelt, vor dir ein alleinstehendes Glas Wein – hörst Radiohead in Mehralsbloßzimmerlautstärke (muss sein, sorry liebe Nachbarn) und denkst dir lächelnd:

Danke Leben, für all die Melancholie, die mich wie ein nachtblau getönter Schleier einhüllt und irgendwie ganz ordentlich warm hält. Warm, weil sie mich synapsentaumelnd auf einem emotionalen Zehnmeterbrett stehend in die Tiefe blicken lässt, während sich um mich herum alles in zwar immer lauterer, aber gefühlt noch nicht einmal mehr die Epidermis ankratzend sonorer Gleichgültigkeit verliert.